geschichten mit k

Kopfüber                                                                                                                                                                       

 

Manchmal muss man sich einfach in Dinge reinstürzen. Gelegenheiten packen, wenn sie sich bieten. Nicht lange grübeln.

Ich sitze - mit schwerer Tauchausrüstung beladen - auf der Außenbordwand eines kippligen, wenn auch kräftig motorisierten Schlauchbootes. Das Riff im Roten Meer liegt direkt vor unserer Nase. Es soll Hammerhaie geben. Das wär schon mal was. Doch die Scheu dieser seltenen Tiere ist mir bekannt. Die Bedingungen sind nicht ideal. Haie brauchen es kalt und strömend. Wir haben es noch immer zu warm für die Jahreszeit.

Meine letzte Begegnung mit den Räubern beschränkte sich auf die Ahnung vager Schatten im unendlichen Blauwasser. Nicht gerade überwältigend. Auch die Verhaltensregeln für Taucher gegenüber Haien sind natürlich ins Hirn gedübelt: was mache ich wenn... Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, einem Hammerhai zu begegnen mager ist, man kann ja nie wissen… Das Schlauchboot dreht seine letzte Schleife.

Also was jetzt? Soll ich wirklich? Einfach so rücklings von Bord? Sich ins Blaue fallen lassen?

 

k wie Klarheit                                                                                                    

Oh komm du Geist der Wahrheit und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein….“

Voller Erwartung, die Augen erhoben, sieht man sie förmlich vor sich stehen - wie kleine Engel, auf den Spruch hoffend, der sie aus alle Schwierigkeiten (er)lösen wird.

Kommt es Ihnen als Chefin manchmal auch so vor, wenn Mitarbeiter, die

  • im Überfluss der Informationen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen,
  • sich seit geraumer Zeit schon anzicken oder
  • sich einfach nicht entscheiden wollen oder können

dann mit einem hoffnungsvollen Hundeblick hilfesuchend zu Ihnen aufschauen, die Gewissheit hinter der Stirn „Die Chefin wird‘s schon richten“. Sie sind gefordert als Entscheiderin, Vermittlerin oder Machtwortsprecherin. Ja, da möchte man doch gleich …

Was tun Sie dann? Erleuchten Sie Ihre Mitarbeiter mit Ihren Worten, Ihrer Erfahrung und weisen Entscheidungen? Ich meine, Sie haben viel auf dem Tisch, da wäre es doch das Beste, wenn Sie ein für alle Mal Klarheit schaffen, oder? Sie lösen das Ding und alles ist gut. Klar ist das eine Verlockung, wenn die Zeit drängt. Der ‚Geist der Wahrheit‘ in Ihnen wird’s schon richten. Selbst wenn es in diesem Moment mal wieder Sie selbst sind, die sich reinkniet und Verantwortung übernimmt.

Vorsicht Nebenwirkung:

 

k wie Kalendarisch kurios  - das Jahr des Geldes                                                                                

 

Vier Tage mit einem außergewöhnlichen Datum werden wir in diesem Jahr erleben: 1.1.11,   11.1.11,   1.11.11,   11.11.11.

Nehmen wir die beiden letzten Ziffern des Jahres, in dem wir geboren wurden, dann unser Alter in diesem Jahr, und das Ergebnis wird 111 für ALLE sein!

Zum Beispiel: Susi wurde im Jahr 1957 geboren und in diesem Jahr wird sie 54 Jahre alt:  57+54=111. Olga wurde 1974 geboren und in diesem Jahr wird sie 37 Jahre alt:  74+37=111.  Emil 35 + 76 = 111….

Noch eine Kuriosität: dieses Jahr gibt es im Monat Oktober 5 Sonntage, 5 Montage und 5 Samstage. Dies geschieht einmal alle 823 Jahre.

Ob an der Aussage, das Jahr  2011 sei nach dem chinesischen Feng-Shui das Jahr des Geldes, etwas dran ist - ich empfehle einen Kassensturz am 31.12. und ein tägliches Wohlgefallen an allem was aus unerwarteten Quellen sprudelt Winken

 

k wie Kompost                                                                                                                                               

Kompostieren Sie Ihr Elend

"Ach hätte ich nur…, wenn ich gewusst hätte…, wie konnte ich nur so blöd sein…, dass das ausgerechnet mir passieren musste..."

Gelegentlich ist es hart, mit den eigenen Fehlern, Missgeschicken und Versäumnissen klarzukommen. Man versucht sein Bestes, sich selbst zu überzeugen: „Es ist vorbei. Du kannst es nicht mehr ändern. Vergiss es einfach!

Vergessen funktioniert nicht, sagen Sie?

Na dann machen Sie doch wenigstens etwas Nützliches daraus. Kompost zum Beispiel...

 
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